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Wie funktioniert ein Kernkraftwerk und warum ist es so sicher? - Tschernobyl ist eben NICHT überall !
Besuchen Sie unbedingt auch das virtuelles KKW : HIER ! In einem Kernkraftwerk entsteht Wärme durch die Kernspaltung von Uran-235. Die dabei entstehenden Spaltprodukte müssen sicher eingeschlossen und die starke Wärmeentwicklung muß unter allen Umständen abgeführt werden. Die Spaltprodukte und die damit verbundene hohe Radioaktivität ist in einem Mehrbarrierenkonzept sicher eingeschlossen.
Das Bild zeigt das Contaiment vom KKW Stade: Durchmesser 48m; Auslegungsdruck 3,85 bar; Auslegungstemperatur: 135 oC, Wanddicken von 25-65 mm
Der Reaktordruckbehälter - RDB
Im
Druckwasserreaktor strömt das Wasser an den sich durch die
Kernspaltung erhitzenden Brennstäben vorbei und nimmt die
Wärme auf. Es steht dabei unter hohem Druck, so dass es trotz
der Temperatur von über 300 grad Celsius nicht verdampft.
Über einen Wärmetauscher wird die Wärme vom Primärkreislauf
an einen zweiten, den Sekundärkreislauf, abgegeben. Dort wird
Dampf erzeugt, deshalb heisst der Wärmetauscher auch Dampferzeuger.
Dieser sekundäre Kreislauf stellt den bekannten Wasser-Dampf-Kreislauf
dar, mit dem ein Turbosatz (Turbine und Generator angetrieben
wird. Das Reaktorkühlsystem besteht aus 4 Hauptkühlkreisläufen mit einem gesamten Kühlmittel- durchsatz von 18800 kg/Sekunde. Die Eintrittstemperatur am RDB ist 291 grad C und die Austrittstemperatur 326 grad Celsius. Betriebsdruck ist 158 bar. (Daten für ein modernen 1300 MWel-Druckwasserreaktor vom Typ Isar 2, Emsland, Neckar 2)
Reaktorabschaltung jederzeit möglich Die Steuerstäbe, die die Neutronen für die Kernspaltung wegfangen und damit den Reaktor ausschalten werden mit stromführenden Magneten gehalten. Somit wird gewährleistet, dass im Notfall, wenn bspw. der Strom wegfällt, diese ihrer eigenen Schwerkraft folgend in den Reaktorkern einfahren und der Kernspaltungprozess erlischt. Eines von vielen Beispielen, wie alle möglichen Sicherheitsreserven in der Kerntechnik genutzt werden.
Leistungsexkursion wie Tschernobyl beim Druckwasserreaktor aus physikalischen Gründen gar nicht möglich So wie ein Apfel niemals wieder auf den Baum zurück springt, so ist es auch ein gegebenes Naturgesetz, dass ein Druckwasserreaktor niemals “explodieren”, d.h. eine derartige Leistungsexkursion wie in Tschernobyl erfahren kann. Dagegen spricht, dass bei einer unbeabsichtigten Leistungserhöhung die zusätzliche Wärme das Wasser zum Sieden bringen würde. Dampfbläschen moderieren (bremsen) aber die Neutronen nicht mehr auf thermische Energie (ab). Aber nur thermische Neutronen sind in der Lage eine Uran in größerem Umfang zu spalten, und damit eine Kettenreaktion zu erhalten. Mit unmoderierten, schnellen Neutronen erlischt die Kernspaltung von selbst.
Aufbau eines Kernreaktors mit Druckwasserreaktor Sicherheitstechnische Auslegung Eine Reaktorfahrt (geschrieben von M. Remshardt) Leistungsregelung in einem DWR (geschrieben von M. Remshardt) ![]() |
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